Sie ist zwar klein und unscheinbar, aber enorm wichtig. Durch die Bestäubung der Blüten sorgt die Biene für Früchte und Samen bei unseren Nutzpflanzen wie Kirschen, Äpfeln, Erdbeeren oder Raps. Von den Früchten der Wildpflanzen leben die Vögel und andere Tiere. Die Pflanzen brauchen die Bienen und die Bienen die Pflanzen - eine einzigartige Beziehung in der Natur. 

Sobald im Frühjahr die ersten Blüten erscheinen, sind die Bienen zur Stelle, denn sie überwintern als ganze Völker und warten nur auf gutes Wetter. Sie sammeln im Umkreis von bis zu 3 km um ihren Standort. Für jedes Glas Honig (500 g) werden ca. 7 500 000 Blüten bestäubt. Auf einem Sammelflug fliegen sie immer nur Blüten von einer Pflanzenart an. So bringen sie immer den passenden Pollen von einer Blüte zur anderen.

Bei den Bienen gibt es noch viel mehr erstaunliches zu entdecken. Mit der Tanzsprache teilen sie einander mit, wo es etwas zu sammeln gibt. Ihr Orientierungssinn ist unglaublich - sie finden das Flugloch ihres Volkes zentimetergenau wieder. Die Königin kann bis zu 2000 Eier am Tag legen und wird doch mindestens 3 Jahre alt. 

Eine Biene durchläuft alle Arbeitsbereiche: Zuerst die Versorgung der Brut mit Futtersaft und Pollen, den Bau der Waben aus Wachs, die Verarbeitung von Nektar und Pollen, die Verteidigung des Flugloches und schließlich den Aussendienst als Sammlerin.

Es ist eine kleine Wunderwelt, die man als Imker erleben kann. Das Zuschauen am Flugloch oder der Blick ins Volk entspannt. Wohltuend ist der Geruch von Wachs und Honig. Ein Kasten mit vollen Honigwaben ist zwar schwer - aber dieses Gewicht trägt man gerne. Die Bienen haben zwar einen Stachel, aber nur zu ihrer Verteidigung. Wenn man rücksichtsvoll mit ihnen umgeht, sind sie sehr friedlich.